Neue Technologien bei der Post/ New Postal Technologies

... und ihr Bezug zur Sportphilatelie/ ... and their relations to the sports philately
 

Neue Technologien halten bei der Post Einzug. Das Zeichen "e- Post" finden deutsche Postkunden und Sammler schon längere Zeit in den Freimachungsvermerken von bestimmter Geschäftspost. Es handelt sich dabei um
Hybrid- Post - eine Mischform aus elektronischer und herkömmlicher Post.
 

Doch nicht nur die Deutsche Post AG agiert auf diesem Feld. Weltweit nutzen Postverwaltungen und Postdienste diese neue Technologie. Die Offerten richten und richteten sich dabei vornehmlich an Geschäftskunden mit großem Postvolumen.
Seit geraumer Zeit bieten einige wenige Postdienste auch den
Versand von Postkarten in dieser hybriden Form an. Damit entstand eine neue Form von Ganzsachen, die auch die Sport- und Olympiasammler tangiert.

Im Unterschied zu anderen Formen der hybriden Post, eignen sich die hybriden Postkarten in besonderem Maße für thematische Sammlungen.

Der Gebühr- bezahlt- oder der Wertzeicheneindruck  stellen die Einheit von Postkarte und Wertzeichen her.  Nach gängiger Definition ist der Zeitpunkt des Wertzeicheneindrucks für die Frage entscheidend, ob etwas postalisch bedingt ist oder nicht - letztlich das Kriterium für die Nutzung von philatelistischem Material in einem Ausstellungsobjekt. 

Nun tritt wohl erstmals die Situation auf, dass bei modernen Hybridkarten - im Unterschied zu manchen Versuchen der ersten Zeit - die offiziellen (Bild, Wertzeichenzudruck) wie auch die privaten/persönlichen Eindrucke (Text, evtl. eigenes Bild)  durch die Post in einem Arbeitsgang ausgedruckt werden.  Es gibt keinerlei Zwischenprodukte, auf die der Auftraggeber noch einen Einfluss hätte ausüben können.

Von mehreren Anbietern wurde dies dem Verfasser bestätigt.   Zumindest durch den gedruckten privaten Text (der schon bei der Adresse anfängt)  handelt es sich  um eine Ganzsache auf Privatbestellung. Sie entsprechen den Dienstumschlägen der Deutschen Post aus den  letzten Jahren (vor und nach 2010), bei denen Marke und Poststempel zusammen für eine aktuelle, datierte Aussendung gedruckt wurden. Auch diese werden in den Fachzeitschriften als Dienstganzsachen bezeichnet, obwohl sie ein Kriterium der Ganzsachen verletzen:  jenes der zeitlich nicht exakt fixierten Verwendung (und dann zu erfolgender Abstempelung).

Die Konsequenzen für den thematischen Sammler: er darf diese Ganzsachen vollständig thematisch auswerten !  

Das würde bedeuten, dass er mit eigenen Bildern und Texten Lücken in seiner Sammlung ausfüllen könnte, die sich anders nicht philatelistisch  belegen ließen. Eine solche Beschränkung wäre letztendlich aber schon wieder  inkonsequent und würde den Hybridkarten  mit den thematischen Komponenten einen Platz als Lückenfüller zuweisen und sie als Objekte zweiter Klasse degradieren. Dem ist aber nicht so !

Die Diskussion um ein noch relativ neues Produktfeld und seine philatelistische Auswertbarkeit anzuregen ist der Sinn der Webseite. Die Beispiele dürften belegt haben, dass die Zeit dafür überreif ist.

Genauso dringend ist es, mit der Erfassung dieser neuen philatelistischen Produkte zu beginnen, um überhaupt noch Chancen einer Katalogisierung zu haben.

Auf dieser Website sind die Zudrucke  der FUNCARDS der Deutschen Post aufgelistet und Hinweise zu den Produkten anderer Postverwaltungen zu finden. Der Ausgangspunkt ist dabei ein thematischer aus dem Blickwinkel der Sportphilatelie.  

Die Seite basiert auf Beiträgen in den Rundschreiben der IMOS, im Journal des Olympia- und Sportphilalisten- Clubs Berlin und in der Deutschen Briefmarken- Zeitung (DBZ) , die mit dem Anliegen geschrieben wurden, diese neue Form von Ganzsachen vorzustellen und die thematischen Sammlern  anzuregen, sie gezielt in ihre Sammlungen aufzunehmen.  

Da dieses Sammelgebiet  in der schnelllebigen Zeit mit ihren fortschreitenden technologischen Entwicklungen hinsichtlich der Randbedingunen und Gestaltungsformen der Postkarten ständig Änderungen unterworfen ist, ergab sich die Notwendigkeit, diese Entwicklungen ansatzweise zu dokumentieren und die Beiträge fortzuführen.  Das geschieht hier mit Abbildungen von Material aus dem Archiv des Autors, aber auch mit so genannten Screenshots, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.

Es liegt in der Natur der Sache, dass der Schwerpunkt nicht zuletzt wegen sprachlicher Barrieren in Europa liegt. 

Dieser Überblick stellt eine  Standortbestimmung um die Jahrtausendwende bis ca. 2006 dar.  Er wird nicht unbedingt aktualisiert.
Angebote wurden z.T. wieder partiell (vorgegebene Bilder) oder generell (z.B. Österreichs SchreiberLink oder die FUNCARD der Deutschen Post) zurückgezogen, um dann Jahre später wieder in neuer und durchaus attraktiverer Form wieder aufzutauchen (Österreich, Deutsche Post).


Some postal administrations have been introducing and testing different technologies, which combine traditional technologies with new ones, which are based on the internet.
This service has been developed especially for clients with a big volume of mail.
The addressee receives a real letter made of paper which has been printed officially by the post. This is so- called hybrid mail. Some time ago some few postal services started their offers to mail hybrid postcards, too. This offer has been directed to "common clients" and internet users. So a new kind of postal stationery has been created, which also touches in several cases the interests of Olympic and sports collectors.

 

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© Thomas Lippert