FUNCARDS der DEUTSCHEN POST AG

Die  Deutsche Post gehörte zu den Vorreitern. Ihr Produkt FUNCARD wurde seit Anfang 1998 im Internet beworben.  In der Fachpresse wurde verschiedentlich darüber schon kurz berichtet. War die Startphase dem Versand innerhalb Deutschlands vorbehalten, gehörte die DP schon ein knappes Vierteljahr nach dem Start zu den Erstanbietern des weltweiten Versands.

Das Produkt wurde später aus dem Programm genommen und seit ca. 2015 wieder als FUNCARD APP angeboten, allerdings jetzt mit einer Dauermarkenfrankatur, womit sie den ganzsachenähnlichen Charakter eingebüßt hat.

Bei der Erstellung einer Hybridpostkarte am Computer wird

  • ein Postkartenmotiv aus einer vorgegebenen Palette ausgewählt
  • die Botschaft und die Adressierung per Computer eingegeben
  • last but not least die Bezahlung mit einem internetbasierten Verfahren
vorgenommen.
 

Einmal am Tag druckte eine Abteilung der Post in Bonn die aufgelaufenen Aufträge aus und speiste sie in den Poststrom ein. 
Neben dem e-Post-Freimachungsvermerk ("Briefentgelt bezahlt" und “Port payé” in der UPU- Sprache Französisch) erscheint auf der Adress-Seite von Anbeginn an ein  . Dieser Zudruck, der im weitesten Sinne zum Freimachungsvermerk gehört, wurde in gewissen Zeitabständen - auch mit dem Blick auf die Sammler - thematisch angepasst. Konkrete Ereignisse wie Jubiläen können dabei ebenso der Anlass sein wie Festtage.

  • 1999:  12 Motive
  • 2000:  13 neue Motive
  • 2001:  7  neue Motive
  • 2002:  7  neue Motive
  • 2003:  kein neues Motiv  (Summe: 39 Motive)

Ohne Begründung stellte man diese Politik um und verzichtete auf einen Motivwechsel.  Auch verzichtete die Deutsche Post seit dieser Zeit, im Internet über die Verwendung der Zudruckmotive Auskunft zu geben.

Thematisch lassen sich sowohl die  Bildseiten als auch die Zudrucke einbeziehen. Da die Postkarten-Angebote mehrmals Änderungen und Anpassungen unterworfen waren, ist es schon heute kaum mehr möglich, einen Komplettüberblick über die Bildseiten zu geben.

Da sich der Autor der Sportphilatelie verschrieben hat, ist der Schwerpunkt im folgenden Teil vorgegeben.  Er ist beispielhaft zu verstehen und als Anregung für das eigene Themengebiet gedacht. Auch postgeschichtlich ergeben sich einige Ansatzpunkte für eine Vertiefung.      

Probleme gab es in der ersten Zeit mit den Sortiermaschinen. Viele Karten kamen mit Beschädigungen beim Empfänger an.
Es wurde Abhilfe geschaffen. Heute kommen die Karten fast lupenrein beim Adressaten an. Und dieser ist wiederum nicht zufrieden, fehlen doch jetzt die Kodierungen. Aber auch ohne dies ist zweifelsfrei klar, dass die Karte durch den Poststrom lief.

Philatelistisch interessant wird es dadurch, daß die gesamte Karte von der Post gedruckt wird, sie daher den Charakter einer Ganzsache hat oder ihm zumindest sehr nahe kommt. Bemerkenswert ist, dass auch der private Text von der Post in diesem Arbeitsgang gedruckt wird. Aussteller könnten also mit einer bestimmten Berechtigung auch den Text auf der Karte in die thematische Aussage einbeziehen. Diskussionen sind vorprogrammiert !
 


© Th. Lippert

Die Rechte an den Abbildungen der Postkartenmotive verbleiben bei der DP AG. Die Karten wurden hier zur Information und zu belehrenden Zwecken genutzt.
Die Rechte an den restlichen Abbildungen verbleiben beim Autor.